Hard- und Softwareausstattung
Die Geometriemodellierung und Vernetzung der oft komplexen, dreidimensionalen Berechnungsgebiete (Preprocessing) in der numerischen Strömungssimulation erfordert umfangreiche Werkzeuge auf dem neuesten Stand der Technik. Zur besseren Auflösung der Strömungsvorgänge in der Simulation, müssen auch die Modelle detaillierter und die Berechnungsgitter feiner werden. Zur Geometrie- und Gittererzeugung werden entweder eigene, speziell entwickelte Programmpakete oder kommerzielle Software verwendet. Diese Vorbereitungen der Simulation benötigen oft Arbeitsplatzrechner mit ausreichend schnellem Arbeitsspeicher und leistungsfähigen Grafikkarten.
Die Lösung der diskretisierten Gleichungen erfolgt hauptsächlich mit dem am IHS entwickelten Strömungssimulationsprogramm FENFLOSS. Dieses kann auch auf mehrere Rechner verteilte Datensätze (Partitionen) parallel sehr effizient bearbeiten. Dadurch wird zwar der Speicherbedarf reduziert. Für die dadurch notwendige Kommunikation zwischen den einzelnen Rechnungen ist jedoch ein Netzwerk mit großer Bandbreite und geringen Latenzzeiten erforderlich. Ausserdem spielt die Geschwindigkeit der beteiligten Prozessoren und die Geschwindigkeit des Speicherzugriffs eine große Rolle, so daß vorwiegend schneller Arbeitsspeicher in Kombination mit neuester Prozessortechnologie zum Einsatz kommt.
Neben leistungsfähigen Arbeitsplatzrechnern für Mitarbeiter und Studenten steht ein Testcluster mit 16 PCs zur Verfügung. Seit einiger Zeit kommen hauptsächlich Dualcore Prozessoren zum Einsatz. Als Betriebssystem wird beinahe ausschließlich SuSE-Linux in den Distributionen 9.3 bis 10.3 verwendet.

Große Probleme können auf den Hochgeschwindigkeitsrechnerplattformen des HLRS bearbeitet werden.
Zur Visualisierung der Simulationsergebnisse stehen Arbeitsplatz PCs mit leistungsfähiger Grafik und der Software ANSYS-ICEM VISUAL3 sowie dem kollaborativen System COVISE zur Verfügung. Desweiteren kann auf eine 'Virtual Reality' Umgebung basierend auf COVISE mit einer aktiven Rückprojektionswand zurückgegriffen werden.